In den 80er Jahren wurde ja so manche Modesünde erfunden. Der Vokuhila, die neonfarbenen glänzenden Leggins und die Dauerwelle. Allerdings erleben viele der eigentlich überholten Trends heute ein Revival: Schulterpolster sollen wieder in Mode kommen, überlange Pullis und Leggins sind es schon. Auch der Hosenrock wird wieder ab und zu auf den Laustegen der Welt gesichtet.

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Damit erleben die super weit geschnittenen Röcke schon ihr zweites Revival. Entstanden sind sie nämlich nicht erst in den 80ern sondern bereits um 1911, zu einer Zeit in der Frauen ausschließlich Röcke trugen und Hosen reine Männersache waren. Paul Poiret und die Modehäuser Bechoff-David und Drecoll waren die Ersten, die die Rockhosen vorstellten. Die Öffentlichkeit war wie bei fast allen Neuerung – nicht nur in der Modewelt – zunächst schockiert und dann gespaltener Meinung: »Die Welt droht aus den Angeln zu gehen über die Hosentracht der Frau … alle anderen öffentlichen Interessen scheinen gering gegen das Ereignis, daß … eine Reihe von Dämchen auf dem Rennplatz von Auteuil in der neuen Tracht Spießruten laufen mußten … Im Vatikan ist man entsetzt über die neue Frauenmode, die Jupe-Culotte«, schreibt die Zeitschrift »Neue Frauenkleidung und Frauenkultur«, Nr. 4. Die Hosenröcke verdanken den bis heute andauernden Erfolg zum einen der Tatsache, dass sie so praktisch sind. Röcke machen Radfahren oft zu einer Zitterpartie, man lebt in ständiger Angst vor der nächsten Windböe. Auch abseits des Rads verlangen Röcke von ihren Trägerinnen ein Grundwissen an Knigge Regeln. Dass dieses nicht immer vorhanden ist zeigen die berühmten Fotos, die Stars und ihre Röcke aus Autos austeigend zeigen. Der Hosenrock ist da viel unkomplizierter.
Aber natürlich ist die Praktibilität nie der alleinige Grund für die Beliebtheit eines Kleidungsstücks, zumindest nicht, wenn es vorrangig von Frauen getragen wird. Hosenröcke sind auch besonders schöne Röcke. Sie können aus den verschiedensten Materialen sein, am typischsten sind aber leichte wallende Stoffe. Die Hosenröcke haben so weit geschnittene Hosenbeine, dass sie auf den ersten und meist auch auf den fünften Blick aussehen wie Röcke. Die Weite der Hosenbeine kann aber variieren, so dass bei manchen Hosenröcken der Hosencharakter deutlicher sichtbar ist als bei anderen. Hosenröcke gibt es bodenlang und kurz, gemeinsam ist allen der leichte, luftige Charakter. Meistens sitzen die Hosenröcke hoch auf der Taille und zaubern so mit den wallenden Beinen eine elegante schöne Silhouette.
Wie bei anderen weiten Röcken ist auch bei Hosenröcken die richtige Kombination zu beachten. Am besten passen anliegende und nicht zu lange Oberteile zu den Hosenröcken. Ein schlichtes T-Shirt oder eine schmal geschnittene Bluse lässt den Hosenrock richtig wirken. Schlichte Hosenröcke können elegant und klassisch mit einer Bluse kombiniert ein ideales Businessoutfit ergeben. In der Freizeit dürfen die Hosenröcke gern auch farbenfroh sein und mit flachen Sandalen und lässigen Accessoires wie Holzketten kombiniert werden. Es hat also seine Gründe, dass der Trend zum Hosenrock immer wieder Aufschwung erfährt. Die weiten Hosen sind eine modische Alternative auch für Liebhaberinnen der „normalen“ Röcke.